Deutsch
English
Français
Italiano

News

15.12.2017

Zur Recyclingfähigkeit von Verpackungen

CEO Dr. Michael Scriba nahm an der Konferenz "Recycling und Recyclingfähigkeit von Verpackungen" am 6.12.2017 in Berlin teil. Er war gebeten worden, zu den Designanforderungen an Verpackungen aus Sicht des Recyclings vorzutragen.

Der gemeinsamen Einladung von AGVU, bvse und BDE zum Kongress in Berlin waren rund 170 Gäste gefolgt. Es sollte auch der letzte öffentliche Auftritt von Dr. Thomas Rummler sein, der als Unterabteilungsleiter im Bundesumweltministerium die Geschichte der Verpackunsgverordnung an entscheidender Stelle mitgeschrieben hat. Rummler verabschiedet sich am 31.1.2018 in den Ruhestand.

Vor dem Hintergrund der Verwertungsvorgaben des neuen Verpackungsgesetzes referierten neben Rummler eine Reihe von Vertretern der Branche über den Stand der Sortier- und Verwertungstechnik, Best Practices aus Unternehmen sowie Ideen fur Anreizmodelle zur Erhöhung der Recyclingfähigkeit. Zum Abschluss gab Dr. Michael Scriba einen praxisorientierten Einblick in das, worunter Recycler aufgrund der Verpackungsgestaltung zu leiden haben. Konkret benannte er unzureichende Restentleerbarkeit, Papier-Kunststoff-Kombinationen, untrennbare Kunststoffkombinationen, Metallbeschichtungen, Polyester-Polyolefin-Kombinationen und Druckfarben als Problembereiche. Auch setzte er sich mit den häufig zitierten Zielkonflikten von Kunststoffverpackungen wie etwa dem zwischen Materialvermeidung und Recyclingfähigkeit auseinander und plädierte für pragmatische Lösungen. Die müssten allerdings eines in den Vordergrund stellen: die Kreislauffähigkeit der Verpackung. Dazu müssten die herstellenden Unternehmen Design-for-recycling vorgeben und ihre Einkäufer verpflichten, nur wirklich benötigte Funktionalitäten einzufordern, so Scriba.

Mehr Information: Bericht zur Konferenz, Präsentation von Dr. Michael Scriba

01.07.2016

Borealis übernimmt deutsche Recycler mtm plastics GmbH und mtm compact GmbH

Borealis, ein führender Anbieter innovativer Lösungen in den Bereichen Polyolefine, Basischemikalien und Pflanzennährstoffe, gibt mit dem heutigen Tag die vollständige Übernahme der deutschen Kunststoff-Recyclingunternehmen mtm plastics GmbH und mtm compact GmbH bekannt. Das in Niedergebra, Deutschland, ansässige Unternehmen mtm plastics GmbH gilt als Technologieführer im Bereich Recycling von gemischten Post-Consumer-Kunststoffabfällen und ist einer der größten europäischen Hersteller von Post-Consumer-Polyolefin-Rezyklaten.

 

Die beiden Schwesterunternehmen mtm plastics GmbH und mtm compact GmbH werden damit zu Mitgliedern der Borealis-Gruppe. Die zwei bisherigen Geschäftsführer werden ihre Positionen beibehalten, um die Kontinuität des Geschäfts sicherzustellen.

„Im Laufe des letzten Jahrzehnts wurden verstärkt Innovationen zur Lösung von Herausforderungen im Bereich Nachhaltigkeit entwickelt; das hat die unterschiedlichen Interessensgruppen dazu bewegt, ihren Zugang zum Thema Wertschöpfung zu überdenken und neu zu gestalten. Als führendes Unternehmen unserer Branche ist es Teil unserer unternehmerischen Verantwortung hier voranzugehen. Es geht darum, unsere Wachstumsziele mit konkreten Lösungen zu kombinieren, die einen Beitrag zur Lösung globaler Herausforderungen liefern“, erklärt Alfred Stern, Borealis Vorstandsmitglied für die Bereiche Polyolefine und Innovation & Technologie. „Daher haben wir uns voll und ganz den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft verschrieben. Mit dieser Akquisition setzen wir den nächsten wichtigen Schritt im Rahmen unseres Engagements für Kunststoffrecycling.“

Als Branchenführer bekennt sich Borealis zu den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft und sieht die Wiederverwertbarkeit von Polyolefinen als strategischen Bestandteil seines Geschäfts. In den letzten Jahren hat Borealis seine Aktivitäten im Zusammenhang mit Recycling und Nachhaltigkeit kontinuierlich vorangetrieben; unter anderem durch:

  • Daplen Post-Consumer-Recycling- (PCR-) Lösungen, innovative und hochwertige PCR-Werkstoffe für Anwendungen der Automobilindustrie;
  • Designs für Recyclingaktivitäten, wie zum Beispiel das „Voll-Polyethylen-Laminat”, welches nicht-recyclebare mehrschichtige Verpackungen ersetzt, sowie Daploy™ Polypropylen (PP) mit hoher Schmelzfestigkeit (HMS), das leichter wiederverwertbar ist als vergleichbare Materialien.

PM vom 1. Juli 2016

20.06.2016

Aufruf zur Vernunft: Recyclingquoten endlich anheben!

Wir brauchen dringend eine Reform, die zur Anhebung der Recyclingquoten bei Kunststoffen führt! Mitte Juni haben wir von mtm plastics einen entsprechenden Aufruf versandt, in dem wir an alle Beteiligten am Entstehungsprozess fur ein Wertstoffgesetz appellieren, zur Vernunft zuruckzukehren und dieser Anhebung zum Durchbruch zu verhelfen. Kompromisse, die akzeptabel erscheinen, liegen auf dem Tisch. Sowohl das Verbändepapier als auch der neue Entwurf aus dem BMUB wären ein Weg: Er muss nur endlich gegangen werden!

Wir waren in Deutschland einmal Vorreiter beim Verpackungsrecycling. Das scheinen diejenigen, die sich auf nichts einlassen, abwarten oder blockieren, vergessen zu wollen. Der Vorsprung schmilzt, Vorbild sind wir schon lange nicht mehr. Denn das Verpackungsrecycling stagniert.

Die ökologischen Vorteile des Recyclings sind bekannt. Jede Tonne Recyclingkunststoff, die Neuware ersetzt, spart über 2 Tonnen CO2 ein. Außerdem diskutieren wir weltweit über Kunststoffe in der Umwelt und in den Ozeanen. Alle Beteiligten in der deutschen Industrie sind bereit, etwas dagegen zu tun. Dazu muss das vor 25 Jahren aufgebaute Sammel-, Sortier- und Verwertungssystem aber verbessert und ausgebaut werden. Denn die Verwertungsquoten, die sicherstellen, dass im Wettbewerb eine gemeinsame Ausgangsbasis besteht, datieren von 1991! Sie werden natürlich locker erfüllt, zumal sie faktisch einmal gesenkt wurden, als die Umstellung auf die Lizenzmenge als Bezugsgröße erfolgte. Zumindest dieser Punkt muss angepasst werden – und zwar jetzt! Eine Anhebung ist einfach, und über die Größenordnung besteht weitgehende Einigkeit. In ein paar Stufen auf rund 65 Prozent bezogen auf die Erfassungsmengen scheint ein realistischer Kompromiss.

Der komplette Aufruf vom 20.6.2016KI vom 4.7.2016 (Gastkommentar auf S. 6)

02.06.2016

Borealis steht vor der Übernahme von mtm plastics GmbH und mtm compact GmbH

Borealis, ein führender Anbieter innovativer Lösungen in den Bereichen Polyolefine, Basischemikalien und Pflanzennährstoffe, gab heute den Abschluss eines Vertrags zur vollständigen Übernahme der in Thüringen gelegenen Kunststoffrecycling-Unternehmen mtm plastics GmbH und mtm compact GmbH bekannt. Diese Transaktion bedarf der Genehmigung durch die Wettbewerbsbehörden.

Mit dem Verkauf will der Kunststoffrecycler aus Niedergebra weiter wachsen, begründet  Michael Scriba, CEO der mtm, das Zusammengehen: „Mit dem großen Partner Borealis an unserer Seite wird es uns gelingen, die erfolgreiche Wachstumsstory der vergangenen Jahre auch in Zukunft fortzuschreiben“. Bislang hat sich mtm mit seinen beiden Markenprodukten Dipolen® und Purpolen® am europäischen Markt etabliert.

„Kunststoffe sind einfach zu wertvoll, um auf Deponien entsorgt zu werden. Kunststoffrecycling schafft einen Kreislauf an Geschäftschancen in einem wachsenden Markt und im Rahmen einer breiteren Nachhaltigkeitsagenda“, erklärt Alfred Stern, Borealis Vorstandsmitglied für Polyolefine und Innovation & Technology. „Es gibt zahlreiche Bereiche, in denen das mechanische Recycling von Post-Consumer-Abfällen sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch sinnvoll ist. Die Übernahme von mtm plastics und mtm compact spiegelt unseren proaktiven und engagierten “Keep Discovering”-Ansatz wider, der uns dazu antreibt, spezifische und innovative Lösungen zur Bewältigung wichtiger globaler Herausforderungen zu liefern.“

PM vom 2. Juni 2016

06.03.2016

Hoher Besuch in Niedergebra: Ministerpräsident Ramelow zeigt sich von mtm beeindruckt

Ministerpräsident Bodo Ramelow, mtm-Geschäftsführer Torsten Meyer und Landrat Matthias Jendricke (© mtm 2016).

Am 5. Februar 2016 besuchte der thüringischen Ministerpräsident Bodo Ramelow unser Unternehmen. In seiner Begleitung kamen die Landwirtschaftsministerin Birgit Keller, der Landrat des Landkreises Nordhausen Matthias Jendricke, Bundestags-, Landtags- und Kreistagsmitglieder aller Fraktionen sowie hochrangige Vertreter der Hochschule Nordhausen, der BA, der IHK und des Nordhäuser Unternehmerverbandes.

Die Besucher informierten sich bei einer Präsentation und während des anschließenden Rundganges durch die Produktion ausführlich über mtm. Besonders interessiert zeigten sie sich an der bei uns entwickelten Technologie und an Produktbeispielen unserer Kunden, die unser Regranulat einsetzen. Mehrfach bestätigten sie das hohe Niveau unseres Know-hows zum Recycling verschmutzter und vermischter Kunststoffabfälle zu hochwertigen Produkten.

Der Ministerpräsident lobte gegenüber dem geschäftsführenden Gesellschafter Torsten Meyer insbesondere auch den unternehmerischen Mut, schon über viele Jahre trotz fehlender Planungssicherheit immer in die Kapazitätserweiterung und Weiterentwicklung des Unternehmens investiert zu haben. Damit sichere mtm 90 Mitarbeitern einen Job in einer zukunftsfähigen Branche. Ob er die kommunalfreundliche Position Thüringens im Streit um das Wertstoffgesetz überdenken wird, bleibt abzuwarten.

Foto: mtm-Geschäftsführer Torsten Meyer erläutert Ministerpräsident Bodo Ramelow (links im Bild) und Landrat Matthias Jendricke den Recyclingprozess. (© mtm 2016)

05.03.2016

„Verpackungen brauchen ein recyclingfreundliches Design“

Foto: © mtm/um

In der aktuellen Ausgabe der K-Profi, einem Fachmagazin für Kunststoffverarbeiter, kommt mtm-Geschäftsführer Michael Scriba ausführlich zum Thema „recyclingfreundliche Kunststoffverpackung“ zu Wort. Die K-Profi Redakteurin Karin Regel hatte sich vor Ort ausgiebig über den Recyclingprozess bei mtm plastics informiert und Scriba danach befragt, worauf Verpackungshersteller achten sollten, damit mehr Verpackungen recycelt werden können.

Schließlich würden höhere Verwertungsquoten gefordert – im geplanten Wertstoffgesetz seien gar 72 Prozent anstelle der heutigen 36 Prozent vorgesehen. Das lasse sich nur erreichen, wenn ein Umdenken stattfinde, so das Fachmagazin zur Einführung ins Thema. Vor diesem Hintergrund fordert Scriba, dass Verpackungen von Anfang an ein recyclingfreundliches Design brauchen. Scriba bringt es auf einen einfachen Nenner, wann eine Verpackung grundsätzlich für ein hochwertiges Recycling geeignet ist: „(...) wenn ihr spezifisches Gewicht deutlich von 1 g/cm3 abweicht und damit in Schwimm-Sink-Trennverfahren ein eindeutiges Ergebnis erzielt werden kann.“

Im weiteren Verlauf kommen Kernforderungen für recyclingfreundliche Verpackungen zur Sprache und werden erläutert. Im Einzelnen sind das:

  • der Verzicht auf PET für Trays, weil sie dann nicht recycelt werden können,
  • die Vermeidung von Kunststoff-Papier-Verbunden, die weder gut zu trennen noch gemeinsam zu verarbeiten sind,
  • die sparsame Verwendung von (möglichst hellen) Pigmenten, weil die aus der Kunststoffmatrix nicht zu entfernen sind,
  • der Verzicht auf Füllstoffe wie Kreide, die eine andere Dichte bewirken und dadurch eine Kunststofferkennung erschweren bzw. verfälschen.

Mit Blick ins Supermarkt-Regal stelle Scriba zwar fest, das sich schon einiges in die richtige Richtung bewegt habe, aber noch deutlich mehr passieren müsse, um die Recyclingmengen zu steigern, zitiert K-Profi. Deshalb sei Scriba auch als Mitglied im Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) und Plastics Recyclers Europe (PRE) viel auf Tagungen und bei großen Herstellern von Verpackungen unterwegs, um Aufklärungsarbeit über ein recyclingfreundliches Design zu leisten.

Mehr Information: Beitrag in K-Profi 1-2/2016

05.03.2016

Wertstoffgesetz (nicht) in Sicht

Foto: © Bundesrat/Frank Bräuer

Seit nunmehr sechs Jahren steht die Umsetzung eines Wertstoffgesetzes im Raum. Alle Versuche, es auf den Weg zu bringen, sind bislang an den divergierenden Interessen gescheitert. Inzwischen versucht die dritte Bundesumweltministerin, die Nuss zu knacken. Viel Zeit ist dafür in der laufenden Legislaturperiode nicht mehr, so dass nicht wenige das Gesetz schon abgeschrieben haben. Zumal seit der Bundesratsentschließung vom 29. Januar die Nuss noch ein wenig härter geworden zu sein scheint.

Damit lehnt die Mehrheit der Länder den Entwurf aus dem Hause der Bundesumweltministerin nur an einer einzigen Stelle ab. Während in dem sogenannten Referentenentwurf die Organisationshoheit für die Sammlung der Wertstoffe bei der Privatwirtschaft angesiedelt ist, folgt der Bundesrat mehrheitlich dem Gegenvorschlag fünf rot-grün regierter Länder, der eine kommunale Organisationshoheit vorsieht. Duale Systeme würden nach deren Vorstellungen dann nicht mehr gebraucht. Eine zentrale Stelle soll dagegen die Sortier- und Verwertungsleistungen ausschreiben. Während Kommunen und ihre Verbände den Vorschlag selbstredend unterstützen, lehnen Industrie und Handel ihn ab, weil sie eine Kostenexplosion befürchten.

Auch der bvse Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung ist nicht begeistert von dem „Kommunalisierungsantrag“ des Bundesrats, weil er eine Verdrängung privater Fachbetriebe kommen sieht. Auch habe mit dem Beschluss die Wahrscheinlichkeit, dass noch in dieser Legislaturperiode ein Wertstoffgesetz verabschiedet wird, nicht unbedingt zugenommen. Der bvse erhoffte sich von einem Wertstoffgesetz eine Stärkung des Kunststoffrecyclings, die sowohl von der Hinzunahme der stoffgleichen Nichtverpackungen in die Sammlung als auch von deutlich höheren Quoten getragen werden sollten. Sollte das Gesetz in der jetzigen Legislaturperiode nicht mehr zu bewältigen sein, sollte aus Sicht des bvse zumindest eine weitere Novelle der Verpackungsverordnung mit höheren Recyclingquoten auf den Weg gebracht werden.

Doch noch geben wir die Hoffnung nicht auf, auch wenn der jetzige Regierungsentwurf im Bundesrat keine Chance auf Zustimmung hätte. Erstens sind angeblich auf politischer Ebene Bemühungen für einen Kompromiss angelaufen und zweitens stehen im März in drei Bundesländern Landtagswahlen an. Ändert sich dadurch die Zusammensetzung im Bundesrat, werden die Karten wieder neu gemischt. Ob dann aber die Zeit für ein Gesetz noch reicht, darüber sind sich die Experten nicht einig.

04.03.2016

Wiener: „Gelbe Tonne für weitere Plastikabfälle öffnen“

Michael Wiener, CEO, DSD – Duales System Holding GmbH & Co. KG, Köln:

Als der Grüne Punkt ab 1990 das duale System in Deutschland aufbaute, begegnete er breiter Skepsis, gerade was das Kunststoffrecycling anging: Kunststoffabfälle aus der Gelben Tonne würden sich nicht hochwertig recyceln lassen, hieß es. Und: Für diese Kunststoffe werde es keinen Markt geben. Gut 25 Jahre später hat sich das Bild komplett gewandelt. Durch moderne Sortier- und Verwertungstechnik haben Kunststoffe aus dem dualen System eine hohe Qualität erreicht, die daraus erzeugten Rezyklate stoßen auf große Nachfrage der Industrie. Sie übersteigt teilweise sogar das Angebot, die Preise für hochwertige Recyclingkunststoffe werden trotz niedriger Ölpreise weiter steigen.

Diese erfreuliche Entwicklung ist nur möglich, weil das duale System für gebündelte Stoffströme und Qualitätsstandards in Sammlung und Sortierung Sorge trägt. Sollte es, wie von einigen Bundesländern gefordert, zu einer Verstaatlichung des Systems und der Sammlung in der Verantwortung der Kommunen kommen, so würden diese Standards verloren gehen. Ob die Rohstoffe dann noch in der benötigten Qualität und Menge bei den Kunststoffrecyclern ankommen würden, ist doch sehr fraglich. Eine ganze vorwiegend mittelständisch geprägte Branche stünde hier auf dem Spiel. Statt solcher wirtschaftsfeindlichen Pläne sollten wir das duale System lieber weiterentwickeln, die Gelbe Tonne für weitere Plastikabfälle öffnen, um die Rohstoffbasis zu verbreitern, und höhere Recyclingziele setzen, um notwendige Investitionen in Sortierung und Verwertung auszulösen. Der Markt verlangt nach Rohstoffen – das Recycling entsprechend auszubauen entlastet die Umwelt, schont Ressourcen und schafft Arbeitsplätze.

Ihr

Michael Wiener

03.03.2016

Mit „New Plastics Economy“ gegen Marine Litter

Foto: www.cwf-fcf.org

Die britische Ellen-MacArthur-Stiftung präsentierte auf dem Wirtschaftsforum in Davos im Februar eine Studie, die Aufsehen erregte. Darin warnen die Autoren, dass es im Jahr 2050 in den Weltmeeren mehr Kunststoff als Fisch geben könnte, wenn sich die aktuelle Entwicklung fortsetze. Pro Jahr landen derzeit mindestens acht Millionen Tonnen Kunststoff in den Ozeanen, Tendenz steigend, so die Forscher. Als Gegenmittel empfehlen sie eine radikale Steigerung des Recyclings und Reduzierung der Einträge von Kunststoffen in die Natur. Damit fordern sie nicht mehr und nicht weniger als einen Systemwandel hin zu einer „neuen Kunststoffwirtschaft“. mtm hat die Arbeiten zur Studie unterstützt.

Die Studie der britischen Stiftung entstand in Zusammenarbeit mit dem Weltwirtschaftsforum und wurde von der Beratungsgruppe McKinsey & Company mit Analysen unterstützt. Das Hauptaugenmerk legt sie auf Kunststoffverpackungen, auf die im Jahr 2014 weltweit mit 311 Millionen Tonnen 26 Prozent der Gesamtproduktion von Kunststoffen entfielen. Von den in aller Regel nur einmal benutzten Verpackungen werden der Studie zufolge weltweit 32 Prozent nach Gebrauch durch kein Entsorgungssystem erfasst, weitere 40 Prozent deponiert und 14 Prozent energetisch genutzt. Demnach werden nur 14 Prozent recycelt. Weil bei der Aufbereitung weitere Verluste anfallen, bleiben laut der Studie nur 5 Prozent des Materialwerts für eine weitere Nutzung erhalten. Damit gehen der Wirtschaft nach Berechnungen der Autoren jährlich ein Wert in Höhe von 80 bis 120 Milliarden Dollar verloren. Hinzu kämen sogenannte externe Kosten, die das Umweltprogramm der Vereinten Nationen konservativ auf 40 Milliarden Dollar schätze.

Nur ein Systemwandel könne die absehbare Entwicklung aufhalten. Dazu brauche es eine „konzertierte globale Kooperationsinitiative“, getragen von Konsumgüterproduzenten, Kunststoff- und Verpackungsherstellern sowie Entsorgern und Recyclern, Kommunen, Regierungen und Nichtregierungsorganisationen. Im Rahmen eines „globalen Kunststoffprotokolls“ seien Materialien, Formate und Verwertungssysteme neu zu konzipieren und aufeinander abzustimmen. So sollten weltweit Standards entstehen, die  Getrenntsammlung, Sortierung und Recycling erleichtern. Lösungsansätze sehen die Autoren auch in technischen Innovationen für Verpackungen, die leichter sortiert und recycelt werden können, die weniger von fossilen Rohstoffen abhängig sind, die sich unter naturgegebenen Umständen abbauen und trotzdem auch zu recyceln sind. 

mtm konnte an der Studie leider nur in deren absolutem Endstadium mitwirken, mit dem Ziel, redaktionell noch etwas zum Realitätsbezug beizutragen. Hier zeigte sich wieder einmal, dass zu viel über und zu wenig mit den Kunststoffrecyclern gesprochen wird.

Link zur Studie: www.ellenmacarthurfoundation.org/publications

Quellen:

  • ellenmacarthurfoundation.org
  • focus.de (12.2.2015)
  • Euwid Recycling und Entsorgung 4/2016 (26.1.2016)
02.03.2016

mtm kooperiert mit edding

Seit Herbst letzten Jahres zählt auch edding zu den mtm-Kunden. mtm liefert das Regranulat für Marker aus der Serie EcoLine, die zu 90 Prozent aus recyceltem Kunststoff bestehen. Purpolen® PP kommt bei der Herstellung der Permanent-, Whiteboard- und Flipchartmarker der edding EcoLine zum Einsatz.

An dieser Stelle passen die Philosophien der beiden Unternehmen gut zusammen: verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen, Schonung von Rohstoffen und Vermeidung klimaschädlicher Emissionen. „Gemeinsam mit edding gelingt uns beispielhaft, was man in Fachkreisen Kaskadennutzung nennt, indem wir die Produkte so oft wie möglich im Kreislauf führen“, freut sich mtm-Geschäftsführer Michael Scriba über die neue Kooperation, die Per Ledermann, Vorstandsvorsitzender der edding AG einen „Riesenerfolg für uns und vor allem für die Umwelt“ nennt.

Für den Kreislauf bietet edding seinen Kunden eine Rücknahmebox für ausgediente Marker und Stifte an. Die Kunden können die gefüllte Box kostenfrei zurückschicken. mtm erhält den gesammelten Kunststoff und produziert daraus neue hochwertige Polyolefine für die Herstellung neuer Kunststoffprodukte. Auch die Aluminiumanteile werden in den Kreislauf zurückgeführt. Der verbleibende Rest, der nicht recycelt werden kann, geht in eine energetische Verwertung.

01.03.2016

mtm-Geschäftsführer in Dubai

mtm-Geschäftsführer Dr. Michael Scriba bekam Anfang des Jahres eine Einladung nach Dubai, um auf der PlastiCon 2016 das Business Modell mtm plastics vorzustellen. Die PlastiCon ist nach Angaben der Veranstalter die bedeutendste Konferenz für Entscheider der Kunststoffbranche in der Golfregion. Die Veranstaltung hatte rund 400 Teilnehmer.

Der Auftrag lautete, anhand des Beispiels mtm plastics darzulegen, wie ein Kunststoffrecycling funktioniert, das sich auch rechnet. Scriba veranschaulichte die einzelnen Stufen des Recyclingprozesses und machte deutlich, welche Voraussetzungen für ein auch wirtschaftlich erfolgreiches Recycling erforderlich sind. Vor allem das beeindruckte die Zuhörer: Bilder von Produkten aus Re-Polyolefinen von mtm, die beispielhaft die Anwendungsmöglichkeiten von Regranulaten aufzeigten. Wie meist bei solchen Gelegenheiten erntete er ungläubiges Staunen aus der Zuhörerschaft von Kunststoffspezialisten, als er erläuterte, welche Möglichkeiten Polyolefine im Recycling haben. Scriba wies ebenso auf noch bestehende Probleme hin, die den Erfolg des Recyclings einschränken. Dazu zählen recyclingfeindliches Produkt- und Verpackungsdesign, falsche politische Weichenstellungen ebenso wie das Fehlen standardisierter Sortierkriterien. Er beschrieb den ungesunden Wettbewerb zwischen asiatischen und europäischen Recyclern, dem es an fairen Spielregeln ermangele.

Mehr Information: Präsentation PlastiCon 2016

14.11.2015

EcoLine mit mtm-Kunststoffen: edding und mtm schließen Kreisläufe

Seit Oktober gehören zum Sortiment der umweltfreundlichen Serie EcoLine Marker, deren Kunststoffteile insgesamt mindestens zu 90 Prozent aus recycelten Kunststoffen bestehen, die überwiegend von der mtm plastics GmbH geliefert werden.

Für die Herstellung der Permanent-, Whiteboard- und Flipchartmarker der edding EcoLine kommt Purpolen® PP zum Einsatz, ein hochwertiges Regranulat, das mtm aus einem nach Sorten und Farben getrennten Vorprodukt gewinnt. Die EcoLine Marker sind in den Farben schwarz, rot, blau und grün erhältlich. Die jeweilige Stiftfarbe wird durch die farblich passende Kappe gezeigt.

PM vom 04.11.2015 (PDF-Download)

13.11.2015

Zur Recyclingfähigkeit flexibler Verpackungen

mtm-Geschäftsführer Michael Scriba erläuterte am 13. November 2015 in Zürich, wie es aktuell um die Recyclingfähigkeit von flexiblen Kunststoffverpackungen steht.

Scriba war eingeladen, im Rahmen der EAFA/FPE Conference in Zürich über die Recyclingfähigkeit von flexiblen Kunststoffverpackungen zu sprechen. Scriba erläuterte, was eine recyclingfähige Verpackung ausmacht und unter welchen Voraussetzungen auch flexible Verpackungen etwa bei mtm plastics recycelt werden können.

 

Die Präsentation zum Vortrag finden Sie hier: "Recycling of flexible Packaging"  (PDF, Download)

17.08.2015

mtm plastics bei der Fakuma 2015: Hochwertige Re-Polyolefine in vielen Farben

mtm plastics GmbH präsentiert auf der diesjährigen Fakuma in Friedrichshafen vom 13. bis zum 17. Oktober am Stand B2/2210 die beiden Produktreihen Dipolen® und Purpolen®.

Besonders hochwertig sind die sortenreinen Typen Purpolen®PE und Purpolen®PP. Die Re-Polyolefine von mtm zeichnen sich durch eine große Einsatzbreite aus.

Neben den Dipolen®PE- und Dipolen®PP-Granulaten, die sich aufgrund ihrer Flexibilität und vielfältigen Anwendbarkeit seit vielen Jahren bewähren, haben sich nun auch die Purpolen® -Granulate am Markt etabliert. Moderne Aufbereitungsanlagen bei mtm sorgen für ein hochreines und nach Farben getrenntes Material, aus dem mtm sehr hochwertige Granulate herstellt. Die verschiedenen Extrusions- und Spritzgusstypen eignen sich auch für die Herstellung von B2C-Markenartikeln.

PM vom 17.08.2015 (PDF-Download)

26.06.2015

Scriba zur Recyclingfähigkeit von Verpackungen

mtm-Geschäftsführer Michael Scriba ist häufig eingeladen, zum Thema Recyclingfähigkeit von Kunststoffverpackungen vorzutragen. Dann erläutert er, worauf es bei der Konstruktion einer Verpackung ankommt, und erklärt, wie das Tool "RecyClass" dabei helfen kann.

Zuletzt trug Scriba vor Vertretern der Kunststoff verarbeitenden Industrie beim Zweiten IK-Nachhaltigkeitstag am 24. Juni 2015 in Bad Homburg vor. In übersichtlicher Form macht Scriba in seinem Vortrag deutlich, wie bei der Verpackungskonstruktion die entscheidenden Weichen gestellt werden, ob eine Kunststoffverpackung gut zu recyceln ist oder nicht.

Dabei geht er alle Stufen der Wertschöpfungskette durch, von der Sammlung über die Sortierung bis zum Recycling, und zeigt auf, welche Eigenschaften einer Kunststoffverpackung einem hochwertigen Recycling im Wege stehen. Im Wesentlichen soll bei Entwicklern und Designern von Verpackungen folgende Botschaft ankommen: Wollt ihr eine recyclingfähige Verpackung auf den Markt bringen, dann vermeidet Kombinationen von Kunststoff und Papier, vermeidet Verbunde untrennbarer Polymere, vermeidet verzichtbare Additive, vermeidet bunte oder schwarze PET-Verpackungen, wo PP- oder PE-HD-Verpackungen denselben Zweck erfüllen.

Schließlich erläutert Scriba, wie das von Plastics Recyclers Europe zur Verfügung gestellte Online-Tool "RecyClass" funktioniert. Mit dem Tool können Verpackungsentwickler auf einfache Weise prüfen, ob ihr Verpackungsprojekt am Ende auch gut zu recyceln ist und wo Stellschrauben sind, um die Recyclingfähigkeit zu verbessern.

Mehr Information: Design und Recycling - Ursache und Wirkung, Präsentation von Michael Scriba zum Zweiten IK-Nachhaltigkeitstag  (PDF, Download)

29.05.2015

Recycler kommentieren: Bunte PET-Verpackungen behindern Recycling

Die Kunststoffrecyclingunternehmen mtm plastics GmbH aus Niedergebra sowie MulitPet GmbH und Multiport GmbH aus Bernburg schließen sich der Warnung des europäischen Verbands Plastics Recyclers Europe (PRE) an: Der sich abzeichnende Trend zu immer vielfarbigeren PET-Verpackungen behindert massiv das Kunststoffrecycling. 

Dabei wäre es so einfach: Nutzen die Verpackungshersteller Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE) als Material, spielen für den Recyclingerfolg Farben keine Rolle, sagen mtm-Geschäftsführer Michael Scriba und MultiPet- und Multiport-Geschäftsführer Herbert Snell.

Halte der vom Marketing getriebene Wechsel zu farbenfrohen PET-Verpackungen an, könnten demnächst europaweit jährlich rund 300.000 Tonnen dieser farbigen Kunststoffe zusätzlich auf den Markt kommen, schätzt PRE. Diese Entwicklung hat schwerwiegende Auswirkungen auf den Recyclingprozess: Werden die bunten mit den transparenten Verpackungen gemeinsam gesammelt, müssen die farbigen Anteile in einem zusätzlichen Schritt separiert und anschließend grau oder schwarz eingefärbt werden, bevor sie in den Verkauf gehen können. Doch gebe es für ein solches Produkt aus grauen oder schwarzen Recycling-PET auf absehbare Zeit kaum Nachfrage, bestätigt Snell die Einschätzung des europäischen Verbands zu den Vermarktungschancen. „Die Extrakosten für den Sortieraufwand sind kaum zu leisten bei auf einem Rezyklatmarkt, der ohnehin schon unter Druck steht“, befürchtet er.

Auch die PE/PP-Verwerter blicken mit Sorge auf die neue Entwicklung: „Auch bei uns landen immer mehr PET-Verpackungen, die vorher aus gut zu recycelnden Polyethylen oder Polypropylen hergestellt waren. Das mindert nicht nur unseren verwertbaren Input, sondern verursacht zusätzliche Kosten, weil wir das Material ausschleusen und kostenpflichtig entsorgen lassen müssen“, erläutert Scriba vom Regranulat-Produzenten mtm plastics.

Der Rat der Recyclingexperten ist eindeutig: Flaschen etwa für Reinigungsmittel, Shampoos oder Kosmetika sollten aus den Materialien PP oder PE-HD hergestellt werden. Die Substitution von PP und PS im Schalenbereich durch PET ist aus ihrer Sicht ein Negativbeispiel für die Entwicklung, die jetzt auch bei Flaschenverpackungen erwartet wird. Die PET-Schalen und Blister werden zurzeit nahezu vollständig verbrannt, anstatt zu einem neuen Rohstoff für die kunststoffverarbeitende Industrie verarbeitet zu werden. Die Einfärbungen und Mehrschichtigkeit der Verpackungen sind der Grund. Dagegen haben Produktdesigner beim Einsatz der Polyolefine PE oder PP für die Verpackungen volle Freiheit in der Farbgestaltung, da diese Kunststoffe seit Jahren nachweislich erfolgreich zu recyceln sind, betonen die Recycling­-Unternehmer.

PM vom 29.5.2015 (PDF, Download)

(Foto: pixelio.de / © H. Siepmann)

27.05.2015

Scriba auf der Identiplast: Wir brauchen mehr Input

mtm-Geschäftsführer Michael Scriba war eingeladen, seine Sicht der Dinge auf der Identiplast am 29. April 2015 in Rom zur Diskussion zu stellen. Das tat er gewohnt engagiert und pointiert. Seine zentrale Botschaft: Wir recyceln in Europa viel zu wenig, um die starke Nachfrage nach Recyclingkunststoff bedienen zu können.

Nur vier Prozent der europäischen Nachfrage könne mit Recyclingkunststoffen bedient werden, sagt Scriba unter Berufung auf Zahlen von Plastics Recyclers Europe (PRE). Und warum? Weil nur 26 Prozent des europäischen Kunststoffabfalls recycelt und 50 Prozent der gesammelten Kunststoffe ins europäische Ausland exportiert werden. Doch vier Prozent seien viel zu wenig, um die Nachfrage – inzwischen auch von dem einen oder anderen großen Kunststoffverarbeiter – bedienen zu können. Hier müsse dringend etwas geschehen, damit Kunststoffrecycler mehr Material für hochwertige Recyclingkunststoffe erhalten.

Scriba nennt mehrere Adressaten, die handeln müssten: Die Politik müsse mit stringenterer Regelung dafür Sorge tragen, dass keine Kunststoffe mehr auf Deponien landen und, dass Verbrennung nicht der einfachste Weg bleibe, Kunststoffe loszuwerden. Gestaffelte Deponie- und Verbrennungsabgaben sowie länderspezifische Recyclingquoten könnten den Weg dahin ebnen. Handel und Markenunternehmen fordert er ebenso wie Abfüller auf, bei der Produktgestaltung auf recylinggerechtes Design zu achten. Den Kommunen schließlich schreibt er eine vereinfachte und standardisierte Sammlung und Sortierung ihrer Kunststoffabfälle ins Aufgabenbuch. Denn die möglichst rasche Steigerung der Sammlung sei ein „must“, sagt Scriba, auch wenn die Recycler noch daran arbeiten müssten, gemeinsam mit ihren Lieferanten die mit mehr Menge verbundene Gefahr einer sinkenden Qualität zu vermeiden. Das von mtm im Dialog mit Sortierbetrieben praktizierte „Total plastics sorting“-Konzept sei dabei einer der möglichen Wege. Es sorge mit vereinfachter Aufbereitung für eine optimierte Polyolefin-Verwertung mit vergleichsweise hohen Ausbeuten. Doch hier sei der Kreativität der Recycler noch keine Grenze gesetzt.

Mehr Information: Präsentation von Michael Scriba zur Identiplast 2015 (PDF, Download)

27.05.2015

FCC Environment provoziert: „Verbrennung ist das Mittel der Wahl“

Der britische Entsorger FCC Environment sorgt derzeit für „Zündstoff“ in der europäischen Kunststoffrecyclingbranche. FCC-Marketingchef Kristian Dales bezeichnet die Verbrennung als ein "Mittel der Wahl".

FCC-Marketingchef Kristian Dales widersprach in einer Mitteilung seines Unternehmens der Ansicht Helmut Maurers von der Abfall- und Recyclingabteilung der EU-Kommission, der die energetische Verwertung von Kunststoffabfällen als das letzte Mittel ansieht, wenn Recycling nicht mehr möglich ist. Dales dagegen bezweifelt die Marktfähigkeit des Recyclings und bezeichnet die Verbrennung als ein Mittel der Wahl.

Es sei schön und gut, so Dales, sich für das Recycling stark zu machen. Doch fehle dafür ein wirtschaftlich lebensfähiger Markt. Angesichts der Abschwächung der globalen Rohstoffmärkte und der aktuellen Ölpreisspirale, die sich bereits negativ auf die Nachfrage nach recyceltem Kunststoff auswirke, sehe er keine stabilen Rahmenbedingungen für Investitionen. Auch gebe es in Großbritannien für größere Recyclingmengen keine ausreichenden Verarbeitungskapazitäten. So stagnieren die Recyclingquoten auf der Insel, den Sekundärrohstoffmarkt stimulierende gesetzliche Initiativen seien ebenfalls nicht in Sicht. Vor diesem Hintergrund sei es eine „Herausforderung“, in neue Recyclinganlagen zu investieren. Dales geht derzeit beim Recycling von rückläufigen Erlösen aus. Dagegen könne die energetische Nutzung eine Sinnvolle sein. In Großbritannien gebe es eine rege Nachfrage nach Ersatzbrennstoffen von Verbrennungsanlagen aus Übersee. Geringe Frachtkosten und ein starkes britisches Pfund forcierten zusätzlich die Exportnachfrage. Dales bedaure, dass Großbritannien, das Energie importiere, diesen Wert der Ersatzbrennstoffe verliere, weil es dafür keinen Binnenmarkt gebe.

Ton Emans, Präsident von Plastics Recyclers Europe (PRE) widerspricht per Pressemeldung vehement dem Versuch, die Verbrennung von Kunststoffabfällen zu fördern. Verbrennung und Deponierung stünden in der Abfallhierarchie, die schließlich die Grundlage der europäischen Abfallgesetzgebung sei, deutlich hinter den Optionen Wiederverwendung und Recycling. Produkte, die nicht mehr wiederverwendet werden können und zu Abfall werden, seien also vorrangig zu recyceln. Die bestehenden Markthemmnisse entlang der Wertschöpfungskette müssten überwunden werden. Hier setze PRE sehr auf Unterstützung durch das neue Kreislaufwirtschaftspaket der EU-Kommission.

Dass auch in Großbritannien mehr ginge, wenn man nur wolle, soll Thema eines neuen Seminars der British Plastics Federation (BPF) sein. BPF ist mit rund 400 Mitgliedern aus der gesamten Wertschöpfungskette bis hin zu Recyclern (Link: BPFRG) der bedeutendste Verband der englischen Kunststoffindustrie. Die Veranstaltung „Recycling the Unrecyclable“ soll den Teilnehmern den Stand der Technik näherbringen, die dafür sorgen wird, dass vormals als „Unrecyclable“ klassifiziertes Material in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden kann. Als „Unrecylable“ wird in Großbritannien eine nicht unerhebliche Menge an Kunststoffabfällen bezeichnet, die für eine Verwertung in technischer Hinsicht „zu schwierig“ oder wirtschaftlich unrentabel seien.

Quellen:

27.05.2015

Maurer: "Mehr Recycling und mehr recyclingfähige Produkte – jetzt!"

Prof. Dr. Helmut Maurer, Europäische Kommission, DG Umwelt,
Abfallwirtschaft und Recycling, Brüssel

"Mehr Recycling und mehr recyclingfähige Produkte – jetzt!"

Europa ist ein ressourcenarmer Kontinent. Wir sollten uns darauf konzentrieren, unsere Ressourcen so effizient und so sparsam wie möglich einzusetzen. Produkte am Ende ihres Lebenszyklus zu verbrennen darf deshalb nur streng im Einklang mir der Abfallhierarchie geschehen, wenn keine andere Nutzung mehr möglich ist. So - und nur so - ist auch das geltende europäische Abfallrecht zu verstehen. Überlegungen, wie sie derzeit wieder laut werden, Abfallverbrennung – insbesondere Kunststoffe betreffend – zum Baustein der Energiesicherheit zu erklären, bergen die Gefahr, Nachfrage nach Verbrennung zu stimulieren und dem gesetzlichen Auftrag von mehr Recycling zu widersprechen. Eine Energiepolitik, die auf eine gegebene Grundmenge von Abfällen setzt, und eine Abfallpolitik, deren oberstes Ziel die Vermeidung ist – das ist ein offensichtlicher Widerspruch.

Die europäische Abfallpolitik steht derzeit auf dem Prüfstand. Die Kommission hat angekündigt, den Wandel zur Kreislaufwirtschaft ambitioniert vorantreiben zu wollen. Was wir brauchen, ist kein Reförmchen, sondern ein radikaler Paradigmenwechsel. Um weg von einer linearen hin zu einer Kreislaufwirtschaft zu kommen, brauchen wir Produkte, die langlebig, wiederverwendbar, reparierbar und am Ende möglichst zu hundert Prozent recycelbar sind. Vor allem der letzte Punkt ist eine große Herausforderung. Denn das erreichen wir nicht allein mit abfallpolitischen Instrumenten wie etwa dem Erhöhen von Recyclingquoten. Dazu bedarf es vielmehr des Mutes, Produktpolitik mit Anforderungen zu versehen, die nachhaltige Produkte ermöglichen. Es ist die Aufgabe der Kommission, die Weichen richtig zu stellen. 2015 könnte also ein historisches Jahr werden.

Ihr
Helmut Maurer

Caveat: Dieser Beitrag gibt keinerlei Position der Europäischen Kommission wieder, sondern ist ausschließlich Ausdruck der Auffassungen seines Autors.

27.05.2015

GBP Quality GmbH gegründet: Im Namen der Qualität unterwegs

Anfang des Jahres gründete mtm gemeinsam mit einigen weiteren namhaften Recyclingunternehmen eine Gesellschaft, um ein seit Jahren ungelöstes Problem anzugehen: die Überprüfung der Qualität der angelieferten Ballenware. Dass die Qualität immer mehr zu wünschen übrig lässt, ist im Markt bekannt. Mit der neu gegründeten GBP Quality GmbH soll sich nun daran etwas ändern. Geschäftsführer ist Dr. Dirk Textor.

Die Vertragskonstruktion zwischen den dualen Systemen und Verwertern sei schon etwas eigenartig, sagt der Geschäftsführer der neuen Gesellschaft, Dr. Dirk Textor, der im Markt auch als der Vorsitzende des bvse-Fachverbands Kunststoffrecycling bekannt ist. Die Überprüfung der Qualität der angelieferten Ware müsse in diesem Fall der Kunde, also der Kunststoffrecycler, übernehmen. Der ist aber in aller Regel damit überfordert. Um an der augenscheinlich schlechten Qualität etwas zu ändern, müsste er im Grunde fast unentwegt prüfen und rügen, was seine Produktion mehr oder weniger lahm legen würde. Ein weiteres Problem legte die bvse-Arbeitsgruppe Mischkunststoffe schon vor zwei Jahren offen: die veralteten Sortierkriterien, die in ihren Grundzügen noch aus dem Jahre 1991 stammen. Diese müssten dringend an den aktuellen Stand der Recyclingtechnik angepasst werden, forderten im Jahr 2013 schon die AG-Mitglieder und legten dazu einen Forderungskatalog vor. Dieser enthält unter anderem die Forderung, dass Kunststoffabfälle nicht mehr unüberdacht gelagert werden dürften, zu feuchte Materialien müssten zurückgewiesen werden können. Sortierbetriebe sollten jährlich per Zertifizierung ihre Eignung nachweisen müssen. Darüber hinaus enthält der Katalog eine Reihe erster konkreter Vorschläge zu Anforderungen an die Sortierung und zu tolerablen Fremdstoffanteilen.

Doch viel ist seitdem nicht passiert. Um in der Qualitätsfrage weiter zu kommen, gründeten nun mehrere Kunststoffrecycler die GBP Quality GmbH, die im ersten Schritt die Qualität der angelieferten Ballenware dokumentieren und damit objektive Daten sammeln soll. Im nächsten Schritt sollen die Daten mit Unterstützung der Fachhochschule Magdeburg und der dort wirkenden Professorin Susanne Gerke ausgewertet werden. Ziel ist es, aus den Erkenntnissen neue, den modernen Anforderungen besser entsprechende, Spezifikationen zu entwickelt und ein vereinfachtes Prüfschema zu finden.

Die GBP Quality GmbH bietet ihre Dienste Interessierten auch außerhalb des Gesellschafterkreises an. Das können neben Recyclingunternehmen unter anderem auch Sortierbetriebe oder Kommunen sein.

Kontakt: textor@textorkunststoff.de

27.05.2015

mtm nimmt Stellung: Anhörung im NRW-Landtag

(Photo: Landtag NRW)

mtm war vom Landtag Nordrhein-Westfalen im März aufgefordert, an einer Anhörung zu Förderungsmöglichkeiten des Kunststoffrecyclings teilzunehmen. Die CDU-Fraktion hatte die Anhörung bereits Anfang des Jahres mit einem Antrag initiiert. mtm-Geschäftsführer Dr. Michael Scriba nahm zu den Fragen vor Ort Stellung und warb für Maßnahmen, die für mehr Investitionssicherheit durch fairen Wettbewerb mit der Verbrennung, sowie eine sichere Rohstoffversorgung mit festgelegten Qualitätsstandards sorgen können.

Zunächst machte Scriba deutlich, dass die im Kreislaufwirtschaftsgesetz von der EU-Abfallrichtlinie übernommene Abfallhierarchie (Abfallvermeidung, Wiederverwendung, Recycling, sonstige Verwertung, Beseitigung) insbesondere für Kunststoffe keine praktische Bedeutung habe. Der dort festgelegte Mindest-Heizwert, der von Kunststoffen generell erfüllt werde, fördere eher noch die Verbrennung, als dass er das Recycling priorisiere. 

Für eine wirkungsvolle Förderung einer stoffliche Verwertung (Recycling) von Kunststoffen brauche es Maßnahmen, die für mehr Investitionssicherheit sorgen. Derzeit fehlten in Deutschland Verwertungskapazitäten, weil die Unternehmer keine kalkulationssichere Preislandschaft erkennen könnten. Der Preisverfall vor allem bei der Beseitigung von Gewerbeabfällen, bedingt durch Überkapazitäten bei der Hausmüllverbrennung, behindere bereits seit Jahren das Recycling. Mit den niedrigen Beseitigungskosten könne kein inländischer Recycler konkurrieren, der mit hohen Energiekosten und anspruchsvollen Umweltauflagen zurechtkommen müsse. Mit Maßnahmen wie Mindestrecyclingquoten, Vorbehandlungs- und Getrennthaltungspflichten käme man dagegen nur schwer an. Helfen könne laut Scriba hier nur die Festlegung eines maximalen Heizwerts für Gewerbeabfälle zur Beseitigung verbunden mit einer Verbrennungsabgabe bei Nichtbeachtung. Die daraus entstehenden Einnahmen könnten in einen Fond fließen, aus dem etwa anfallende Stilllegungskosten für überschüssige Verbrennungskapazitäten gedeckt werden könnten.

Für mehr Investitionssicherheit wären darüber hinaus eine sichere Rohstoffversorgung und definierte Qualitätsstandards für Kunststoffabfälle erforderlich, so Scriba weiter. Um eine sichere Auslastung ihrer Anlagen zu erreichen, bräuchten die Recyclingunternehmen allerdings ausreichend lange Vertragslaufzeiten. Doch dafür sei ihre Verhandlungsposition angesichts der niedrigen Verbrennungspreise denkbar schwach. Für definierte Qualitätsstandards, wie sie etwa bei Glas, Metall oder Papier üblich seien, für Kunststoff aber noch fehlten, sollte ein Gremium aus Recyclern, Logistikern und Anfallstellen gemeinsam Kriterien festlegen, die vor allem die Anforderungen des Produktrechts berücksichtigten. Auch hier wünsche Scriba sich einen „politischen Anschubs“.

Bei der Frage nach geeigneten Recyclingquoten plädiert Scriba für einen Mittelweg zwischen Input- und Output-bezogener Quote. Gegen eine Quote, die sich auf die zugeführte Menge beziehe, spreche der Mangel an Qualitätskriterien, weil auch Wasser oder nichtverwertbare Anteile mitzählten. Gegen den Bezug auf die Outputmenge spreche die Praxis der Materialmischungen, mit denen die geforderten Produktqualitäten erreicht werden. Diese Ströme bis zum Endprodukt nachzuweisen, bedeute aber einen unverhältnismäßigen Aufwand. Und: Die Unternehmer müssten Betriebsgeheimnisse offen legen, die mit der Verpackungsverordnung überhaupt nichts zu tun haben. Das mache keiner freiwillig. Deshalb plädiert Scriba für einen Mittelweg: Eine Input-bezogene Quote mit pauschalen Abschlägen etwa für Feuchtigkeit oder Störstoffe, die durch neutrale Untersuchungen belegt seien.

10.03.2015

"Kunststoffverwertung - gerade jetzt"

Karl-H. Foerster, (Foto: PlasticsEurope)

Eine geordnete Verwertung sei notwendig, wenn Kunststoff Werkstoff der Zukunft sein wolle, sagt Karl-H. Foerster von PlasticsEurope.

"Gerade jetzt" scheint es der Executive Director von PlasticsEurope (Brüssel) für notwendig zu erachten, auf die Bedeutung einer geordneten und funktionierenden Verwertung hinzuweisen. Aktuelle Statements der neuen EU-Kommission zu ihrer abfallpolitischen Aufgabe sind wohl der Anlass für seinen engagierten Standpunkt, der als Gastkommentar am 6.3.2015 in Kunststoff Information erschienen war. Hier zum Nachlesen:

Karl-H. Foerster, Kunststoffverwertung - gerade jetzt! (PDF, 53 KB)

18.11.2014

mtm wächst weiter

mtm-Geschäftsführer Torsten Meyer (Foto: Roland Obst)

Bis Ende 2016 werden acht Millionen Euro in die Erweiterung des Werks in Niedergebra investiert. Im ersten Schritt sollen bis Februar 2015 das Granulatlager vergößert werden und zwei neue Logistikhallen entstehen. 

Anschließend soll im zweiten Schritt, wenn das Bauamt grünes Licht gibt, die Produktionsfläche um 2.000 Quadratmeter größer werden. Mit der geplanten Erweiterung sind voraussichtlich rund 20 neue Arbeitplätze verbunden. Weil der Standort Niedergebra dann an seine Grenzen stoßen wird, denkt mtm daran, innerhalb der nächsten fünf Jahre ein zweites Werk im Landkreis zu errichten. Die Thüringer Allgemeine berichtet in ihrer Ausgabe vom 18.11.2014 ausführlich über die kurz- und mittelfristigen Pläne von mtm.

Zum Artikel in der Thüringer Allgemeine: http://nordhausen.thueringer-allgemeine.de

03.11.2014

mtm in der WirtschaftsWoche

"Der große Fluff" ist der Beitrag in der WirtschaftsWoche Ausgabe 46/2014 betitelt, der sich ausführlich mit der aktuellen Situation der Kunststoffverwertung in Deutschland auseinandersetzt. Auch mtm erhält darin großen Raum. Unter green.wiwo.de ist der Text, teilweise mit Filmen ergänzt, nachzulesen.

Vor dem Hintergrund der Frage "Verbrennen oder verwerten?" versucht der Autor auf seiner Tour durch verschiedene Verwertungsalternativen den Gegensatz zu entschärfen - und landet unter anderem bei mtm. Das Herstellungsverfahren und die ökologischen wie ökonomischen Vorteile werden gut beschrieben. Aber auch das Problem, das immer noch zu viele Kunststoffabfälle unsortiert in ineffiziente Verbrennungsanlagen landen, wird benannt.

Hier geht es zum Feature: http://green.wiwo.de/grosse-fluff/

31.10.2014

Kunststoffe-TV zur Purpolen®-Reihe

Kunststoffe.TV berichtet über die Re-Polyolefine von mtm und deren Beitrag zum Umweltschutz.

In 36 Sekunden vermitttelt Kunststoffe.TV die Bandbreite von Purpolen® und den Beitrag der Re-Polyolefine zum Klimaschutz:

29.09.2014

Recoup Recycling Conference

mtm-Geschäftsführer Michael Scriba trug auf der Recoup Plastics Recycling Conference in Peterborough, Großbritannien zum Thema "Plastics Reprocessing – A Voice From The Continent" einem internationalen Auditorium vor.

mtm-Geschäftsführer Michael Scriba war eingeladen, auf der Recoup Plastics Recycling Conference am 25. September 2014 in Peterborough, Großbritannien vor über 250 teilnehmenden internationalen Experten einen Vortrag zu halten. Er war gebeten worden, vor dem Hintergrund deutscher Erfahrungen einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen des Kunststoffrecyclings auf der Insel zu werfen. Unter dem Titel "Plastics Reprocessing – A Voice From The Continent" identifizierte er zunächst die Schwachstellen des aktuellen deutschen Systems, benannte dann die Grundsätze, die beim Sammeln und Sortieren für ein Erfolg versprechendes Recycling beachtet werden sollten, um schließlich auf die aktuelle Situation im Vereinigten Königreich einzugehen.

Die Präsentation steht hier zum Download bereit.

Mehr Information: www.recoup.org/p/226/plastics-conference-2014

20.08.2014

mtm macht mit

mtm plastics nimmt am Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen (NAT) teil. Dabei handelt es sich um eine freiwillige Vereinbarung zwischen der Thüringer Landesregierung und der Thüringer Wirtschaft.

NAT führt Politik, Verwaltung und Wirtschaft bei den Themen Klima- und Umweltschutz, Ressourcenschonung und Energieeffizienz zusammen. Die Unternehmen und Organisationen, die sich dem Nachhaltigkeitsabkommen angeschlossen haben, eint das gemeinsame Grundverständnis, was eine nachhaltige Entwicklung fördert: ein schonender und verantwortungsvoller Umgang mit den natürlichen Ressourcen und die Orientierung an der Verantwortung gegenüber den nachfolgenden Generationen. mtm plastics erfüllt diese Grundsätze vor allem mit der freiwilligen Anwendung eines Energiemanagementsystems gemäß DIN EN ISO 5001.

Mehr Information: http://www.thueringen.de/

20.06.2014

23.000 Mal um die Erde

mtm hat gemeinsam mit Multiport und MultiPet berechnen lassen, wie viele Tonnen CO2 mit ihren Produkten im Jahr vermieden werden: 166.000 Tonnen! Das entspricht dem Ausstoß eines Mittelklassewagens, der 23.000 Mal um die Erde fährt.

Jede Tonne Recyclingkunststoff, die anstelle vergleichbarer Neuware zum Einsatz kommt, vermeidet spezifisch zwischen 1,45 und 3,22 Tonnen klimarelevante Treibhausgase in Form von CO2-Äquivalenten. Das haben Forscher der Hochschule Magdeburg-Stendal im Auftrag der Kunststoffrecycling-Unternehmen mtm plastics GmbH, Multiport GmbH und MultiPet GmbH errechnet. Die Untersuchung hat erstmalig für Kunststoffverwerter für die im Verpackungsrecycling gebräuchlichsten Kunststoffe PE-/PP-Mischungen, PE-HD und PET die eingesparten Emissionen errechnet. So sparen die Re-Polyolefine von mtm plastics aus Niedergebra
2,19 Tonnen, die PE-HD-Regranulate der in Bernburg ansässigen Multiport 1,45 Tonnen und die PET-Flakes von der benachbarten MultiPet 3,22 Tonnen Treibhausgas pro eingesetzter Tonne Rezyklat im Vergleich zu Primärware ein. Auf ein Jahr hochgerechnet ergibt dies eine beachtliche Menge: Die von den drei Unternehmen vertriebenen Rezyklate vermeiden zusammen über 166.000 Tonnen Treibhausgase in Form von CO2-äq, da sie anstelle von Neuware eingesetzt werden. Dies entspricht der Menge, die ein Mittelklassewagen* emittiert, wenn er die Erde rund 23.000 Mal umrunden würde.

*) Der angenommene Mittelklassewagen verbraucht 6,8 Liter Diesel pro 100 Kilometer und emittiert dabei 0,18 kg CO2 je Kilometer

Mehr Information: Gemeinsame PM der Unternehmen

02.06.2014

Purpolen® kommt im Markt an

Foto: Ralf Gosch/fotolia

Die von mtm neu entwickelte Produktreihe Purpolen® findet bei unseren Kunden durchweg positive Resonanz.

Ende vergangenen Jahres starteten wir das neue Produkt, für das wir als Ausgangsstoffe nach Farben und Kunststoffarten sortiertes Material nutzen. Die daraus hergestellten PP- und PE-HD-Granulate überzeugen beim MFI, der Extrusionsfähigkeit und vor allem in ihrer Farbigkeit. Die Erfahrungen, die unsere Kunden seit Januar damit machen, bestätigen die Qualität und Einsatzbreite der Produktreihe.

Im vergangenen Jahr investierten wir in die neue Produktionslinie. Seit Januar dieses Jahres fahren wir neben der bekannten Dipolen®-Reihe nun auch die neue Purpolen®-Produktreihe auf Volllast. Die sehr positiven Rückmeldungen, die wir seitdem aus unserem Kundenkreis zu den Qualitäten und erweiterten Einsatzmöglichkeiten des neuen Granulats erhalten, bestärken uns in der Entscheidung, die Kapazitäten für Purpolen noch auszubauen. Dazu übernahmen wir wesentliche Komponenten der SORTEC-Anlage, die seinerzeit das Duale System Deutschland als Projekt im Rahmen der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover installiert und in der Folgezeit immer wieder ergänzt hatte. Nun wird sie in modifizierter und modernisierter Form in unserem Werk in Niedergebra zum Einsatz kommen und unsere Produktionskapazität erweitern. Der sich abzeichnende Kapazitätsbedarf für Purpolen® zeige einmal mehr, dass mtm mit seiner Strategie, sich zu einem Kunststoffproduzenten zu entwickeln, richtig liege, meint der für den Technologie-Einsatz verantwortliche Geschäftsführer Torsten Meyer.

Ausgangsstoffe für Purpolen® sind HD-PE- und PP-Kunststoffteile, die wir unter anderem aus Sperrmüllsammlungen erhalten. In unserer Anlage werden sie in mehreren Schritten aufbereitet, dabei nach Farben und Kunststoffarten sortiert, bevor sie in die Extrusion gehen. Das Ergebnis sind Granulate, die sich für die Herstellung hochwertiger Produkte auch aus dem Endverbraucher-Segment eignen. Kundenwünsche nach Farben und bestimmten Eigenschaften können wir nun immer flexibler bedienen.

08.05.2014

RecyClass: Onlinehilfe für Verpackungsdesigner

Auf der Interpack, einer der weltweit bedeutendsten Messen für die Verpackungsindustrie vom 8. bis zum 14. Mai in Düsseldorf, wurde ein neues Online-Werkzeug für Designer von Kunststoffverpackungen der Öffentlichkeit vorgestellt: RecyClass, ein „Recycling-Label“ für Kunststoffverpackungen.

Online können Designer anhand eines Fragenkatalogs in wenigen Schritten herausfinden, wie gut sich ihre geplante Verpackung recyceln lässt und wo sie Stellschrauben für Verbesserungen finden.

Den ersten wesentlichen Schritt für besseres Recycling von Kunststoffverpackungen machen Designer. Sie zu unterstützen, sie für Aspekte der Verwertbarkeit zu sensibilisieren und ihnen dazu ein praktikables Instrument an die Hand zu geben, waren die Beweggründe von Plastics Recyclers Europe (PRE) für die Entwicklung von "RecyClass". Praktiker des Kunststoffrecyclings wie mtm haben daran mitgewirkt und ihre Erfahrungen in die Kriterienkataloge und Bewertungsschemata eingebracht. Der Nutzer wird am Ende eine Einstufung seines Produkts hinsichtlich der Recyclingfähigkeit erhalten. Das interaktive Webtool gibt ihm darüber hinaus die Möglichkeit, durch Veränderungen seiner Eingaben festzustellen, wie er die Recyclingfähigkeit verbessern kann.

Mehr: http://recyclass.eu/

Newsletter

Aktuelle Ausgabe und Abonnement

Im Mai 2016 erschien eine Sonderausgabe des Newsletters: Sonderausgabe vom Mai 2016.

Hier geht es zum letzten Newsletter von mtm: Ausgabe vom März 2016.

Außerdem haben Sie hier die Möglichkeit, den Newsletter kostenlos abonnieren. In unregelmäßigen Abständen informieren wir Sie damit über Aktuelles zu mtm und Themen des Kunststoffrecyclings. 

Ja, ich möchte den Newsletter von mtm plastics abonnieren.

*= Pflichtfelder

 

Termine

Kunststoffrecycling - Made in Germany

In knapp viereinhalb Minuten veranschaulicht der Film den gesamten Herstellungsprozess vom Ausgangsmaterial bis zum Regranulat.
Sie finden uns bei YouTube

Aktuelles

CEO Dr. Michael Scriba nahm an der Konferenz "Recycling und Recyclingfähigkeit von Verpackungen" am 6.12.2017 in Berlin teil. Er war gebeten worden, zu den Designanforderungen an Verpackungen aus Sicht des Recyclings vorzutragen.

Borealis, ein führender Anbieter innovativer Lösungen in den Bereichen Polyolefine, Basischemikalien und Pflanzennährstoffe, gibt mit dem heutigen Tag die vollständige Übernahme der deutschen Kunststoff-Recyclingunternehmen mtm plastics GmbH und mtm compact GmbH bekannt. Das in Niedergebra, Deutschland, ansässige Unternehmen mtm plastics GmbH gilt als Technologieführer im Bereich Recycling von gemischten Post-Consumer-Kunststoffabfällen und ist einer der größten europäischen Hersteller von Post-Consumer-Polyolefin-Rezyklaten.

 

Schlaglicht

Den ersten wesentlichen Schritt für besseres Recycling von Kunststoffverpackungen machen Designer. Für sie hat PRE "RecyClass" entwickelt. Mit dem interaktiven Online-Fragebogen können Designer und Hersteller überprüfen, wie recyclingfreundlich ihre Verpackung ist.

Wir suchen

mtm verarbeitet vorzugsweise vorsortierte Kunststoffabfälle aus Polyethylen und Polypropylen.

Ihre Aufträge bearbeiten wir rasch und halten Sie auch sonst auf dem Laufenden.

Susanne Kaufhold, Vertriebsinnendienst / Disposition

mtm plastics GmbH

A member of Borealis Group